Unter die Lupe genommen: Reisestress

Unter die Lupe genommen: Reisestress

Es ist Sommerzeit. Für die meisten Menschen bedeutet das den Beginn der Urlaubssaison. Urlaub heißt Entspannung, Spaß und Auszeit vom stressigen Alltag. Oder? Gerade dann, wenn es auf den Urlaub zu geht, die Zeit im Jahr, auf die viele Menschen hin fiebern, geht der Stress so richtig los. Nicht nur in der Zeit davor, sondern auch mitten drin. Wir schauen uns heute mal genauer an, was es mit dem Urlaubsstress auf sich hat und wie wir damit umgehen können.

Stress definiert man als Reaktionen des Organismus auf Ereignisse, die dessen Gleichgeweicht stören und die Fähigkeit diese Ereignisse zu bewältigen beanspruchen oder diese übersteigen. Zusammenfassend kann man sagen das Urlaubs- oder Reisestress eine Reihe von Aspekten darstellt, welche von den Reisenden als besonders belastend empfunden werden. Ausgelöst werden diese Aspekte auf ganz verschiedene Arten. Diese Auslöser sind meistens physiologischer, psychologischer oder umfeldbedingter Natur.

Jede Person reagiert auf Stress auf unterschiedliche Art und Weise. Darum ist Stress vor allem eine stark individuelle Angelegenheit. Typische Anzeichen sind Nervosität, Gereiztheit, Frust oder Trägheit. Menschen reagieren auf diese Symptome mit unterschiedlichen Verhaltensmustern. Manche sehen es als Herausforderung, Andere reagieren ausweichend und wieder Andere versuchen den Stress auf ihre Art zu kompensieren.

Lassen Sie uns bevor wir fortfahren ein kleines Zwischenfazit ziehen: Stress ist in vielerlei Hinsicht eine ganz individuelle Sache. Gerade bei Interaktionen mit anderen Menschen (wie es bei einem Urlaub vorkommt) ist vor allem Verständnis gefordert, von allen Parteien. Es ist wichtig sich gegenseitig Freiraum zu lassen und miteinander zu kommunizieren. Soweit so gut! Lassen Sie uns mal einen genaueren Blick auf die Stressfaktoren werfen.

 

Vorbereitung und Anreise 

Der absolute Hauptauslöser für Stress ist hier der Faktor "Zeit", bzw. "keine Zeit". Die Vorbereitung einer Reise muss häufig zusätzlich zu den ohnehin schon bestehenden Aufgaben des Alltags erledigt werden. Es müssen Dinge im Beruf erledigt werden. Einkäufe müssen gemacht werden. Die Anreise soll geregelt sein. Schon bevor es überhaupt losgeht müssen wir extra viele Aufgaben erledigen. Je weniger Zeit bis zum Urlaub verbleibt desto intensiver ist auch das Gefühl "keine Zeit" zu haben. Eine offensichtliche präventive "Lösung" ist es, mit diesen Dingen so früh wie möglich anzufangen und sich einem Thema nach dem Anderen anzunehmen. Eine Checkliste hilft hier ungemein. Doch manche Aspekte wie etwa dem Kontrollstress ("Hab ich das Licht ausgemacht?"), der Anreise zu Ihrem Ziel (Verkehr/Stau) oder den Wartezeiten (Flughafen/Auto/...) kann man mit einer Checkliste schwer entgehen. Dabei helfen allgemeine Vorkehrungen gegen Stress. Zu denen kommen wir später noch.

Jetlag

Der Übergang in eine andere Zeitzone bedeutet eine erhebliche Störung für unseren Schlaf-Wach-Zyklus. Die innere Uhr kann hier völlig durcheinander kommen. Auch hier helfen meist nur allgemeine Tipps, doch es ist sinnvoll sich auch diesem Stressfaktor bewusst zu sein.

 

Beziehungen im Urlaub

Man möchte meinen, dass ein Urlaub einer gestressten Beziehung Besserung verschafft. Doch weit gefehlt. Gerade im Urlaub steigt der Stressfaktor deutlich an, vor allem, wenn man unvorbereitet dort eintrifft. Da jede Beziehung einzigartig ist sind allzu genau Vorschläge hier so gut wie unmöglich, doch einige Faktoren können wir beleuchten, damit Sie sich darauf einstellen können.

  • Häufig werden im Urlaub die normalen Rollenverhältnisse auf den Kopf gestellt, bzw. neu orientiert.
  • Ein Hotelzimmer bietet oft keine Rückzugsgelegenheit. Daher ist es wichtig sich gegenseitig Freiraum zu lassen.
  • Oft liegen Erwartungen und Realität weit voneinander entfernt. Finden Sie gemeinsame Interessen und nehmen Sie Rücksicht auf den jeweiligen Partner.
  • Sie verbringen wahrscheinlich deutlich mehr Zeit mir Ihrem Partner, bzw. der Familie als gewohnt. Eine verstärkte und offene Kommunikation ist unerlässlich.

 

Anpassung

Es mag offensichtlich sein, aber ein Urlaub erfordert es, sich an eine neue Umgebung anzupassen. Häufig trifft man auf unbekannte Reize. Wie die individuelle Person darauf reagiert werden Sie erst vor Ort erfahren. Zählen wir einige dieser Reize auf.

  • Akustische Reize wie Verkehrslärm, Natur oder auch Stille können ungewohnt sein.
  • Visuelle Reize wie eine Fülle von unbekannten oder neuen Eindrücken können Personen beeinflussen.
  • Physische Reize wie Hitze oder Kälte haben einen Einfluss auf das Verhalten.

Zeitempfindung

Je nach Stimmungslage nehmen wir Zeit subjektiv anders wahr. Haben wir Spaß verfliegt die Zeit, haben wir Stress stellt sich jedoch ein interessantes Phänomen ein. Unter Stress nehmen wir Zeit ebenfalls anders wahr. Sitzen wir gerade in einer Prüfung, können wir gar nicht genug Zeit haben. Sitzen wir in einem Flugzeug und haben vielleicht auch noch Flugangst zieht sich die Zeit unendlich in die Länge. (Im Urlaub stellt sich sogar ein regelrechtes Paradoxon ein. Man glaubt subjektiv keine Zeit zu haben etwas zu erledigen, obwohl man objektiv eigentlich mehr Zeit zur Verfügung hat.) Menschen streben meist danach Zeit effektiv zu nutzen. Dadurch werden gerade Wartezeiten zu einem unheimlichen Stressfaktor. Dabei kann Angst die Wartezeit subjektiv noch verlängern und das Stressempfinden noch stärker beeinflussen.

 

Zusammenfassung und Tipps

Nun da wir den Reisestress genau unter die Lupe genommen haben können wir ein Fazit ziehen. Allein das Wissen um die verschiedenen Stressfaktoren gibt Ihnen ein mächtiges Werkzeug in die Hand. Da Stress sehr individuell ist können Sie Ihre eigenen Vorkehrungen treffen um zumindest vermeidbarem Stress auch wirklich aus dem Weg zu gehen.

Zu guter Letzt geben wir Ihnen noch einige Tipps, damit Ihr Urlaub auch wirklich zu dem Ereignis wird, dass Sie sich hart erarbeitet und verdient haben.

  • Machen Sie eine Checkliste und haken Sie einen Punkt nach dem Anderen ab.
  • Planen Sie voraus. Versuchen Sie einige Tage vor dem Beginn Ihres Urlaubs keine wichtigen Termine mehr zu haben.
  • Schlafen Sie am Tag vor der Reise gut aus.
  • Heute sind Bibliotheken digital! Nehmen Sie sich ein Tablett oder einen Laptop mit Ihren Lieblingsserien und Büchern mit.
  • Packen Sie clever! Brauchen Sie wirklich 10 T-Shirts bei 4 Tagen Urlaub?
  • Machen Sie einfach mal das Handy oder Smartphone aus. Der Geist der "ständigen Erreichbarkeit" wird Sie sonst immer verfolgen. (Natürlich nur, wenn Sie das auch wirklich können!)
  • Zelebrieren Sie das "zu Hause ankommen". Nehmen Sie sich den letzten Tag ihres Urlaubs Zeit um zu Hause zu entspannen, in Ruhe aufzuräumen und sich auf den Alltag vorzubereiten.
  • Wenn es um Erholung gehen soll machen Sie lieber einen langen Urlaub, als 3 kurze.
  • Scheuen Sie sich nicht im Schlabberlook in den Flieger zu steigen. Dort geht es um Bequemlichkeit.
  • Nehmen Sie sich eine Schlafmaske, Ohrenstöpsel und ein Nackenkissen mit. Schalten Sie schon während des Transfers ab.

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